Was „Mann“ sich für 2014 vornehmen könnte:

fotoA00 KopieDen Nagelpilz unter die Lupe nehmen und endlich erfolgreich behandeln.

Fuß- und Nagelpilz sind bei Männern weiter verbreitet als bei Frauen. Das wurde bereits im Jahre 2000 innerhalb des Foot-Check-Programms ermittelt. Dabei handelt es sich um Infektionen die eigentlich so schnell  wie möglich behandelt werden sollten. Das ist häufig nicht der Fall. Ein Grund ist die bekanntermaßen geringe Bereitschaft von Männern einen Arzt aufzusuchen, ein anderer die Tatsache, dass Arzttermine bis zu einem halben Jahr in der Zukunft liegen. Zeit also, dass  „Mann“ selbst aktiv wird.

Nagelpilz ist eine Volkskrankheit die Männer häufiger betrifft als Frauen

Nagelpilzerkrankungen bleiben in vielen Fällen zunächst unerkannt. Frisch infizierte Nägel verursachen keine Schmerzen. Sie werden trübe, verfärben und verdicken sich. Erst später, vielleicht nach Monaten oder Jahren, wenn das Nagelmaterial vom Pilzerreger durchzogen, verdickt und vom Nagelbett abgelöst ist kommen schmerzhafte Beschwerden hinzu(1). Dann sind die Nägel oft schon so unansehnlich geworden, dass viele Patienten sie ohnehin nicht mehr zeigen wollen.  Das Vorkommen (die sog. Prävalenz) der Nagelpilzerkrankungen in Deutschland wurde bereits 2000 im Rahmen des sog. Foot-Check-Programms (1) untersucht. Über 30 % aller Untersuchten wiesen dabei die klinischen Merkmale einer Fuß- oder Nagelpilzerkrankung auf.  Als Ursache wurde dabei nicht nur die familiäre Prädisposition (also die vererbte Vorbelastung) festgestellt, sondern auch das Geschlecht. So sind Männer im Vergleich zu Frauen häufiger von Nagelpilzinfektionen betroffen.

Ungesundes Fußklima

Andere Faktoren die beim Erwerb der Krankheit eine Rolle spielen sind u.a. Vorerkrankungen und Immunprobleme, Durchblutungsstörungen, Fußfehlstellungen, häufig kalte Füße und zu enge Schuhe. Doppelt wirkt all das in Kombination mit ungesundem „Fußklima“ wie man es z.B. in Sportschuhen kennt, denn dort ist es meistens feucht und wenig durchlüftet. Duscht „Mann“ dann noch in einer öffentlichen Dusche, ist die Infektion fast schon vorprogrammiert, denn hier finden sich die Pilzerreger nahezu immer.
Gelingt die Fußpilz-Therapie über längere Zeit nicht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein Nagel infiziert wird. Außerdem kann sich die Infektion auch in der Leistengegend, den Händen oder dem Gesicht ausbreiten (2).

Fuß- und Nagepilzinfektionen sind ernstzunehmende Krankheiten

Fußpilz hat „Mann“ schnell und auch meist schnell wieder los, denn mittlerweile gibt es Präparate die man nur einmal auftragen muss und schon soll die Infektion vorbei sein. Doch das gelingt nicht immer bei Menschen die viel schwitzen und häufig duschen, wie z.B. Sportler (3).
Behandelt werden sollte die Tinea Pedis (lat. für Fußpilz) dennoch so schnell wie möglich. Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang, dass nur wenn weniger als 50 % eines Nagels und weniger als 3 Nägel insgesamt betroffen sind die lokale Behandlung noch aussichtsreich ist (4). Nach Überschreiten dieser Krankheitsphase, muss der Pilz systemisch behandelt werden. Das bedeutet, dass verschreibungspflichtige Medikamente über mehrere Monate hinweg konsequent eingenommen werden müssen (2). Diese Verordnung kann dann nur noch durch einen Arzt vorgenommen werden. Das kostet Zeit und Geld und die notwendigen Wirkstoffe können Nebenwirkungen haben die den Organismus belasten.

Von Mann zu Pilz!

Tritt Fuß- oder Nagelpilz auf, sollte daher immer so schnell wie möglich behandelt werden. Das gelingt am besten wenn man den Auslöser der Krankheit kennt. Um festzustellen, welcher Erreger die Infektion verursacht, muss seit Oktober 2013 nun nicht einmal mehr ein Arzt aufgesucht werden. Die neueste und genaueste Untersuchungsmethode gibt es jetzt direkt beim Hersteller oder in der Apotheke : Den Pilzerreger-DNA-Test MycoTYPE® Skin. Eine kleine Probe genügt, und das Ergebnis steht innerhalb von wenigen Tagen fest. Dann steht der Behandlung und damit dem Erfüllen des Vorsatzes fürs neue Jahr nichts mehr im Wege.

 

Quellen:

  1. Abeck, D. Haneke, E. Nolting, S. Reinel, D. Seebacher, C. (2000) Onychomykose Dt. Ärztebl. 97:A 1984-1986
  2. H.-J- Tietz, P. Nenoff (2012) Onychomykose Hautarzt 63:824-847
  3. H.-J. Tietz (2010) Mycosen in der Hausärztlichen Praxis Ars Medici 4
  4. AWMF, Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft:
    Tinea der freien Haut. http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-002.pdf

3 Gedanken zu „Was „Mann“ sich für 2014 vornehmen könnte:

  1. Super Artikel. Herzlichen Dank.
    Mein lieber Ehemann hatte lange Jahre ein großes Problem mit Nagelpilz und teilweise sehr stark darunter gelitten. Er hat viel ausprobiert, von Sprays bis Cremes. Am besten hat ihm bisher folgendes geholfen: 1. Möglichst oft offene Schuhe / barfuß laufen; 2. In Schuhen nur noch mit Zederna Sohlen aus Zedernholz. Das sind dünne Einlagen aus Zedernholz, die Feuchtigkeit aufsaugen und ebenfalls antibakteriell wirken; 3. Im Sommer noch manchmal zusätzlich Trockenpuder. hier nimmt er einfaches Babypuder; 4. Den betroffenen Nagel mit Apfelessig einreiben.

    1. Hallo Janina,
      danke! Und dem Ehemann mit der außergewöhnlichen Behandlungsmethode wünschen wir viel Erfolg. Klappt es denn? Geht der Pilz so tatsächlich zurück?
      Doch für heute erst einmal: Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

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