Fuß- und Nagelpilz. Wie kann man sich schützen?

fotoA00 KopieFuß- und Nagelpilzerreger lauern in jedem Schwimmbad und in jeder öffentlichen Dusche. Warum bekommen dann nicht alle die sich dort aufhalten eine Infektion?

Fußpilz (Tinea pedis) ist eine Hautpilzerkrankung der Fußsohlen und Zehenzwischenräume. Verursacht wird sie zu 80 % durch die Erreger Trichophyton rubrum und Trichophyton interdigitale. Übertragen werden diese Erreger in den meisten Fällen durch infizierte Hautschüppchen von Mensch zu Mensch. Fußbodenoberflächen, Schuhe, Strümpfe, Socken u. ä. spielen dabei eine große Rolle, denn dort sind die Erreger viele Monate überlebensfähig (1).

Dass sich nicht jeder, der sich barfuß in öffentlichen Schwimmbädern usw. aufhält, ansteckt, hat meist etwas mit seiner Grundgesundheit zu tun. Neben der Beschaffenheit der Haut (Barrierefunktion), dem Immunstatus, oder vorhandenen Haut- und Nagelverletzungen können auch Vorerkrankungen wie z.B. Diabetes einer Infektion mit Pilzerregern dienlich sein.

Treffen diese Möglichkeiten nicht zu, bleibt die Frage der sogenannten familiären Prädisposition. Dabei handelt es sich um die vererbte Vorbelastung zum Erwerb dieser Krankheit. Sie wurden bereits 2001 in der „Foot-Check-Studie“ (2) als Hauptursache für Nagelpilzinfektionen ermittelt.  

Wer dem Krankheitsbild in der Familie also häufiger begegnet, wird auch mit einer größeren Wahrscheinlichkeit irgendwann einmal davon betroffen sein. Für Betroffene wird es demnach noch wichtiger schon vor der Erkrankung richtig zu handeln: Badeschuhe immer und gewissenhaft tragen, Teppichböden in Hotels nicht barfuß betreten, Füße und Zehenzwischenräume warm und trocken halten, und im Falle einer Infektion die betroffenen Wäschestücke desinfizieren.

Bricht die Krankheit dennoch (wieder) aus, ist schnellstmöglich, gewissenhaft und mit dem richtigen Medikament zu therapieren und auf ein sauberes, trockenes und gut durchlüftetes „Schuhklima“ zu achten. Die Zehen sollten sich bewegen können. Das fördert die Durchblutung – denn auch zu eng sitzenden Schuhe oder Fußfehlstellungen stellen einen Risikofaktor dar. (2)

Quellen:

1. AWMF, Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft:
Tinea der freien Haut. http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-002.pdf

2. Foot-Check-Studie:
Abeck, D. Haneke, E. Nolting, S. Reinel, D. Seebacher, C. (2000) Onychomykose Dt. Ärztebl. 97:A 1984-1986

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